|
|
| |
|
|
|
Klima
Wie wohl schon in aller Welt gerühmt, wollen wir vorerst doch von den
idealen klimatischen Verhältnissen dieser Insel sprechen.
Die Durchschnittstemperatur beträgt 20°C, und die Touristensaison währt das ganze Jahr hindurch.
Die Inseln stehen unter dem konstanten Einfluß der milden Passatwinde des Ozeans,
die, gesättigt mit wohltätiger Feuchtigkeit, das heiße Klima frühlingshaft gestalten
und die Hitze mildern; denn man darf nicht vergessen, daß die kanarischen Inseln auf
derselben Breite wie die glühenden Wüsten Afrikas liegen. Doch das glückliche Zusammentreffen
verschiedener vorteilhafter Elemente schafft hier eine klimatisch ideale Gegend.
Teneriffa besitzt eine reiche und sehr verschiedenartige Pflanzenwelt, ebenso abwechslungsreich wie ihre 'verschiedenen Landschaften. Diese bestehen aus prächtigen grünen Wäldern, reichen tropischen Tälern, wo sich Blumen und Pflanzen bis an die Ufer des Meeres erstrecken, doch auch von Feuer und Lava verwüstete Ebenen, sowie einsame und öde Landstriche. Die Pflanzenwelt Teneriffas besteht vorwiegend aus tropischen und subtropischen Gewächsen. Die mit Bananenkulturen bepflanzten Täler, mit graziösen Palmen durchsetzt, haben einen besonderen exotischen Charme. Neben einheimischen und dem Klima angepaßten Bäumen, gedeihen auch tropische und europäische Obstbäume im Überfluß.
Ein besonders typischer Baum dieser Insel ist der Drachenbaum, der Tausendjährige, eine imposante sagenhafte Spezies, welche allein auf den kanarischen Inseln vorkommt. Der wohl bekannteste steht in Icod de los Vinos.
Der nördliche Teil Teneriffas ist reich an fruchtbaren Tälern, an verschiedenartigen Pflanzen, Blumen, und bunten Farben. Hier regnet es öfter und der Boden ist sehr fruchtbar. In dieser für die Landwirtschaft besonders günstigen Zone, finden wir die großen Bananenplantagen, welche die gesündeste Wirtschaftsgrundlage der Insel darstellen. Die Vegetationskraft in dieser Gegend ist so stark, daß sie sich über die Terrassen der Häuser hinweg bis hinaus ans Meer zu dehnen scheint. Der Süden der Insel präsentiert uns ein völlig gegensätzliches Bild. Die Erde hier ist heiß, dürr, steril, und ist von Flüssen versteinerter Lava durchzogen. Der Himmel ist hell, klar und wolkenlos. In dieser Zone ist die Pflanzenwelt spärlich und besteht vorwiegend aus Disteln und Kakteen. Gemildert wird der Eindruck dieser kärglichen Landschaft durch die Abhänge, die in sanfter Neigung gegen das Meer abfallen, und wo feine Sandstrände zum baden verlocken.
In den höher gelagerten Zonen ändert sich die Vegetation und folglich auch das Landschaftsbild. In der Nähe des Teide blüht der Ginster, dieser gesegnete Strauch, der diese einsame Gegend mit Farbe belebt und die Luft mit Wohlgeruch erfüllt. Die Taginaste (Echium símplex), die ausschließlich am Fuße des Teide wächst, erscheint uns wie ein ergebener Diener dieser Höhen und des majestätischen Pico de Teide. Hier ist auch der Buschklee (Cytisus) heimisch, sowie das einzigartige Teide-Veilchen. Auf Teneriffa gedeihen unzählige Arten von Blumen, und man darf wohl sagen, daß nirgendwo auf der Welt, die Blumen kräftiger duften als hier. Rosen und Nelken sind für den Export sehr gefragt und schmücken unzählige Heime in Europa. Teneriffa gleicht wahrlich einem einzigen großen Garten mit seinen Blumen und Föhrenwäldern, semen Lorbear-, Eukalyptus- und Mandelbäumen und vielen anderen mehr. Die Erde ist ergiebig, das Klima ideal, und die Canarios sind ein arbeitsames und fleißiges Volk. Die verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen umfassen vorwiegend Bananen, Tomaten, Kartoffeln, Weinreben, Tabak, Goyaven und Zuckerrohr (wobei letztere Kultur fast ausgestorben ist) sowie andere tropische und subtropische Produkte. Verschiedene Industrien verarbeiten die Erzeugnisse dieser Kulturen oder exportieren sie, und somit unterhält Teneriffa einen lebhaften Handel mit Spanien und vielen anderen Ländern der WeIt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|